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RÄNDELFRÄSEN / RÄNDELFORMEN

In der Rändeltechnik unterscheidet man zwei verschiedene Verfahren: das Rändelfräsen und das Rändelformen. Beide Verfahren haben ihre speziellen Anwendungsgebiete mit Vor- und Nachteilen.

RÄNDELFRÄSEN (spanabhebende Bearbeitung)

ANWENDUNG

  • höchste Präzision und Oberflächenqualität
  • Rändeln von dünnwandigen Werkstücken ohne Deformierung möglich
  • Zeitersparnis durch höhere Schnittgeschwindigkeit und Vorschub
  • fast alle Materialien möglich inkl. Grauguss und Kunststoff
  • Rändelung bis zum Werkstücksbund nur bedingt möglich

EIGENSCHAFTEN

  • Schonung der teuren Maschine durch spanabhebendes Verfahren
  • keine bzw. minimale Veränderung des Werkstückaußendurchmessers
  • minimaler Druck auf Werkstück und Maschine
  • geringe Oberflächenverdichtung

RÄNDELFORMEN spanlose Bearbeitung

ANWENDUNG

  • Bearbeitung des Werkstoffes durch Kaltumformen
  • Rändelung bis zum Werkstückbund möglich
  • alle Rändelformen nach DIN 82 möglich
  • Rändeln an jeder Stelle des Werkstücks möglich

EIGENSCHAFTEN

  • für Sichträndel nicht zu empfehlen
  • Durch das Kaltumformen vergrößert sich der Außendurchmesser des Werkstücks
  • Die Oberfläche des Werkstücks wird verdichtet
  • Rändelformen an dünnwandigen Werkstücken nicht empfehlenswert
  • Rändelformen an kleinen Werkstückdurchmessern nur bedingt möglich
  • Maschine wird durch den höheren Druck mehr belastet
  • langsamere Schnitt- und Vorschubgeschwindigkeit